Die Ostervorbereitungen in St. Sebastian

Wie jedes Jahr, versammelten sich die Frauen von Affaltern vor dem Palmsonntag im Pfarrheim zum Palmbuschen binden. Palmbuschen sind ein wesentlicher Bestandteil der Feierlichkeiten zum Palmsonntag. Als Jesus auf einem Esel in Jerusalem einritt, sollen ihn die Menschen mit Palmzweigen winkend willkommen geheißen haben. Der heilige Baum galt schon im Altertum als Symbol der Märtyrer und Siegreichen.

Die Osterkerze hat in der österlichen Liturgie eine große Bedeutung. Am Osterfeuer entzündet wird sie in feierlicher Prozession in der Osternacht mit dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi" (Licht Christi) in die dunkle Kirche getragen. Danach wird von ihr das Licht der Osterkerze an die Gläubigen weitergegeben. Das Osterlicht ist das Zeichen für den auferstandenen Christus, der von sich selbst gesagt hat:„ Ich bin das Licht der Welt"( Joh.8, 12). ER hat uns durch seinen Tod am Kreuz erlöst von Sünde, Schuld und Tod. Durch seine Auferstehung hat er die Dunkelheit des Todes besiegt und so unserem Leben Hoffnung und Sinn gegeben.


In unserer Pfarrei St. Sebastian in Affaltern wird die Osterkerze seit Jahren von Annelies Lindenmayr und Martina Scherer gestaltet. Nach den ersten Entwürfen von Annelies Lindenmayr besprechen sich beide Frauen, welche Themen und Motive in diesem Jahr die Osterkerze zieren sollen.

Stets soll aus dem Grundmotiv des Kreuzes die Leidensgeschichte bis hin zur Auferstehung hervorgehoben werden, aber jedes Jahr in neuer künstlerischer Umsetzung.

Deutung der diesjährigen Osterkerze:
In diesem Jahr soll der Aufstieg vom Dunkel ins Licht im Kreuz darauf hinweisen, dass Christus aus der Mitte der Menschen, über Leid und Tod am Kreuz, als Opfer für uns in die Welt gekommen ist. So kann im Glauben der Weg zur inneren Einkehr führen, wobei der Mensch sein Leben bedenken kann. ER ist unsere Mitte, Er ist Ziel und Ursprung unseres Lebenswegs. Er ist das Alpha und das Omega, das traditionell auf der Osterkerze stand. Darum strahlt seine Königswürde im Glanz des Goldes, manchmal sogar mitten im Alltag: „Manchmal feiern wir mitten am Tag ein Fest der Auferstehung!“
 

 


« zurück