Sebastians-Patrozinium in Affaltern

Feierlich wurde unser Patrozinium von Pfarrer Ulrich Lindl, den Ministranten, der Mesnerin und dem Kirchenchor vorbereitet und begangen.

 

Predigt Pfarrer Ulrich Lindl hier klicken


Der hl. Sebastian wurde und wird weltweit viel verehrt. Wir haben hier in Affaltern einen populären Heiligen als Patron, der immer noch fasziniert und dessen mutiges Glaubenszeugnis bis heute nicht vergessen ist.
Die Deckengemälde in unserer Kirche zeigen Szenen aus dem Leben des hl. Sebastian.

Wir wollen sie uns gemeinsam ansehen.
Das Hauptbild zeigt Sebastian im Jahre 288 nach Christus am Hof des römischen Kaisers Diokletian, der die Christen verfolgen ließ. Hier soll er seinem christlichen Glauben abschwören und den heidnischen Göttern opfern. Aber Sebastian hat sich schon entschieden, er bekennt standhaft seinen Glauben. Und so wird er zum Tod durch Erschießen mit Pfeilen verurteilt. Die Soldaten ergreifen ihn.
Wer sind die Götter heute, denen die Menschen huldigen und Opfer bringen? Geld, Karriere, Profit und das eigene Ego?
Auf dem ersten Seitenbild mit dem Spruch „Den Glauben bewahren“ wird Sebastian nach seiner Verurteilung von numidischen Bogenschützen beschossen. In der Meinung, dass er schon tot sei, ziehen sie ab.
Aber Sebastian war nicht tot – er war weder eingeschüchtert noch mundtot gemacht. Als er sich erholt hatte, zeigte er sich wieder in der Öffentlichkeit und stand zu seinem Glauben.
Verstecken wir heute unseren Glauben nicht allzu sehr im Privatbereich? Behandeln wir ihn nicht oft wie eine geheime Verschlusssache?
Auf dem zweiten Seitenbild mit dem Titel „Sie pflegt dich mit Liebe“ sieht man, wie die hl. Irene und ihre Gefährtinnen Sebastian nach dem Beschuss der Bogenschützen vom Baum losbinden. Sie entfernen die Pfeile und pflegen den Schwerverletzten wieder gesund.
Ist in unserem schnellen Leben noch Platz für Liebe? Für Nächstenliebe, die unseren Mitmenschen begegnet – mitfühlend, tröstend, aufrichtend und heilend?
Kommen wir zum dritten Seitenbild mit dem Spruch „Alles erträgt die Liebe“.
Als der Kaiser merkt, dass Sebastian noch lebt, lässt er ihn wie einen Hund mit Knüppeln zu Tode prügeln.
Sebastian hat seinen Glauben nicht verleugnet, er blieb standhaft und treu bis in den Tod.
Ist seine Art, auf Gott zu hören und seinen Willen zu tun, für uns überhaupt noch beispielhaft und nachahmenswert?
Auch heute sind Menschen gefragt, die aus jenem Geist der Liebe, Standhaftigkeit und Treue leben, der den hl. Sebastian auszeichnete!
Das vierte und letzte Bild mit dem Spruch „Alles hofft die Liebe“ zeigt, wie der Leichnam des Heiligen Sebastian von einer Brücke in die Cloaca maxima geworfen wird – das Abwasser des antiken Rom.
Mit seinem Tod ist die Mission des hl. Sebastian nicht verloren. Gott sucht auch heute Menschen, die von ihm sprechen und seine gute Botschaft von Hoffnung und Liebe weiter tragen!
– Sind auch wir dazu bereit?
 

Reliquiar des hl. Sebastian
Festlich geschmückter Volksaltar

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Weitere Informationen

Die Deckenbilder sind unter der Galerie einsehbar

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